Schutz für Frauen in der Prostitution gewährleisten - Finanzierung der Beratungsstelle TAMAR sichern
Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf, die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren und die Finanzierung der Prostituierten‑ und Ausstiegsberatungsstelle TAMAR Südwestfalen im Jahr 2026 wieder sicherzustellen.
Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf:
- Die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren.
- Die Finanzierung von TAMAR bereits in 2026 wieder sicherzustellen.
- Die fachliche Empfehlung des Gesundheitsausschusses umzusetzen.
- Verantwortung für den Schutz von Frauen in schwierigen Lebenslagen zu übernehmen.
Unterschreiben Sie jetzt, um den Schutz von Frauen in der Prostitution zu sichern!
Wichtige Unterstützung für Sexarbeitende im ländlichen Münsterland
Sexarbeit ist auch im ländlichen Raum Teil des gesellschaftlichen Lebens – und dennoch bleibt sie dort oft unsichtbar. Fehlende Anlaufstellen, weite Wege und die Angst vor Stigmatisierung erschweren vielen Sexarbeitenden den Zugang zu Unterstützung. Gerade in Regionen abseits der Städte ist der Bedarf an verlässlicher, parteilicher und vorurteilsfreier Begleitung besonders hoch. TAMAR Münsterland, die in Trägerschaft der Evangelische Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) ist, setzt genau hier an. Sie stärkt seit Jahren die Rechte von Sexarbeiter*innen, indem die Beratungsstelle Räume für Orientierung, Sicherheit und Selbstbestimmung schafft.
Schutzraum für Sexarbeitende unverzichtbar und doch gefährdet
Sexarbeit ist auch in Südwestfalen Realität – oft verborgen, selten sichtbar und dennoch fest im gesellschaftlichen Alltag verankert. Seit mehr als elf Jahren bietet TAMAR Südwestfalen in den kommunalen Kreisen und in der Stadt Hamm Frauen in der Sexarbeit fachliche Unterstützung, Orientierung und Schutz. In einer überwiegend ländlich geprägten Region, in der Beratungsangebote lange Zeit kaum vorhanden waren, hat sich die Beratungsstelle als verlässliche und spezialisierte Anlaufstelle etabliert. Die kontinuierliche Finanzierung durch die Kreise Olpe und Soest sowie seit 2023 wieder durch die Stadt Hamm zeigt die regionale Wertschätzung dieser Arbeit.
Jahresbericht TAMAR SÜDWESTFALEN 2025
Liebe Leser*innen, seit mehr als 11 Jahren bietet die Beratungsstelle TAMAR Südwestfalen fachliche Unterstützung für Frauen in der Sexarbeit. TAMAR Südwestfalen hat sich in dieser Zeit als verlässliche und spezialisierte Anlaufstelle etabliert. Die Region ist überwiegend ländlich geprägt. Neben den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und Soest zählt auch die Stadt Hamm zum Einzugsgebiet der Beratungsstelle.
Jahresbericht TAMAR MÜNSTERLAND 2025
Liebe Leser*innen, Sexarbeit findet nicht nur in Ballungsräumen statt, sondern ist auch in ländlich geprägten Regionen Teil des gesellschaftlichen Alltags. Dennoch wird dieser Umstand häufig unterschätzt oder ausgeblendet. Gerade außerhalb der Städte sind Unterstützungs- und Beratungsangebote für Sexarbeitende oft schwer zugänglich, obwohl der Bedarf an verlässlicher, parteilicher und vorurteilsfreier Begleitung hier besonders hoch ist.
Eröffnung des Gewaltschutz-Zentrums in Soest gefeiert
Die Mitarbeitenden der FRAUENBERATUNG SOEST blicken auf ein intensives Jahr 2025 zurück: Insgesamt suchten 323 Menschen Unterstützung, darunter 247 Frauen, die erstmals Kontakt aufnahmen. „Die steigende Zahl der Erstkontakte zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Angebote sind“, betont eine der Beraterinnen. In 1.246 Beratungsgesprächen begleiteten die Mitarbeiterinnen die Ratsuchenden durch Krisen, 35 mal auch zu Polizei, Gericht oder medizinischen Terminen – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Belastung vieler Betroffener.
